Samstag, 26. Dezember 2015

(M)ein Weihnachtswunder



Weihnachten bedeutet für viele von uns, eine ruhige Zeit zu haben, die Familie zu treffen, das Jahr ausklingen zu lassen. Völlerei, Konsum und Stress auf der anderen Seite. Weihnachten ist also ein zwiespältiges Fest. So denken viele an ihre Nächsten, allerdings meist nur in Form von teuren Geschenken, bei denen man sich die Frage stellt, ob das wirklich hätte sein müssen.
Mein Weihnachten habe ich anders gestaltet. An meine nächsten Denken hieß für mich, einer Familie unter die Arme zu greifen, die es nicht leicht hatte die letzten 3 Monate. Dafür habe ich einen Teil meines Geldes hergenommen. Es war nicht viel, gerade einmal 100€ insgesamt, doch die Freude der Kinder war unbezahlbar. Dafür bin ich gerne bereit, Überstunden zu machen.
Da ich nicht viel Familie habe, haben wir 3 nE´s Vernwandtschaft besucht. Es war viel, aber es war schön.  Aber auch ich bin nicht perfekt, so artete der 1. Weihnachtsfeiertag auch für mich in Völlerei aus. Aber das war ein Tag und das darf sein. Immerhin wurde sich auch Mühe mit dem Essen gegeben. Mein Sohn war sehr glücklich über seine Geschenke, dennoch glaube ich, dass der eigentliche Gedanke an Weihnachten noch nicht ganz auf ihn übergesprungen ist. Daran wird noch gearbeitet. Da er im Kindergarten ist, muss ich aber auch was Geschenke angeht, etwas mithalten. Mit einem Paket brauche ich nicht kommen. Dann ist er im Kindergarten schnell der Außenseiter. Keiner fragt nach, ob die Feiertage schön waren oder ob er die Zeit mit seiner Familie genoßen hat. Nein, es geht um die Anzahl und Größe der Päckchen. Ich finde es erschreckend.
Allerdings gab es auch etwas wunderbar unverhofftes. Den 1. Weihnachtsfeiertag waren wir zum Abendessen bei meinem Exmann und Vater meines Sohnes eingeladen. Es gab eine leckere Gans, Knödel, Rotkohl und Bohnen. Einige werden fragen, was zur Hölle da denn passiert ist, dass ich mit meinem Exmann über Stunden hinweg an einem Tisch sitzen kann und danach keiner verletzt ist. Ehrlich gesagt – ich weiß es nicht. Mein Sohn hat sich gefreut, die Freundin meines Exmannes war sehr nett (wir kennen uns noch von früher) und somit war der Abend gelungen. Natürlich gibt es nach wie vor eine gewisse Vertrautheit zwischen meinem Exmann und mir, aber ich glaube, nach 4 Jahren Trennung haben wir es endlich geschafft, einen Weg zu finden, miteinander umzugehen. Genau so einen Abend habe ich mir die letzten Jahre erhofft. Eben eine glückliche Patch-Work-Familie. Der Traum, einmal zusammen zu sitzen ist wahr geworden.

Wie man sieht – manchmal werden die Wünsche war, mit denen man am wenigsten gerechnet hat. Weihnachten 2015 ist somit etwas super besonderes für mich geworden.

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