Sonntag, 6. März 2016

Der Teufelskreis

Endlich Wochenende. Ja, es ist Sonntag Nachmittag. Ich habe mir mein Wochenende verdient. Wirklich.
Am Freitag war ich bis 13 Uhr in der Arztpraxis, danach 1 Stunde PowerNap. Anschließend bis 21 Uhr auf Geburtstag. Danach ab 22 Uhr RTW fahren bis morgens um 5, danach von 06:30 bis 14 Uhr im Pflegeheim, dann auf Sanitäts-Lehrgang bis 16:30 Uhr. Zu Hause (der Ort, den ich nur noch aus Erinnerungen kenne), Papierkram erledigt und ab 19 Uhr bis heute morgen halb sechs geschlafen, um von 06:30 bis 14 Uhr noch einmal zu arbeiten und danach den Stall beim Pferd ausmisten.
Also habe ich mir mein Wochenende verdient.
Zu Hause habe ich zu einer Packung Chips gegriffen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich irgendwie nicht mehr ganz so gut in Form bin, wie noch vor kurzem (10 Jahren und vor der Geburt meines Sohnes.)
Vor Lauter Arbeit und Ehrenamt, komme ich auch nicht mehr zum kochen. Die einen sagen, dass sei ein Gewinn für die Menschheit, die anderen sagen nichts dazu. Also esse ich da auch nur Mist. Aber da ich mich gesund ernähren möchte, habe ich mir heute zum Essen Obst mitgenommen. (Ja, ich weiß, wie man das schreibt, wie das aussieht und das man eine Banane erst schälen muss, bevor man sie isst.) Es war echt -überraschenderweise- sehr lecker. Leider hielt das Gefühl der Sättigung nicht lange an. Also bin ich kurzerhand über die Kekse der Bewohner hergefallen. Damit habe ich denen aber nur geholfen! Einige sind auf Diät, die brauchen keine Kekse. Wirklich, das ist keine Ausrede.
Beim gucken und sinnlos posten auf Twitter sehe ich dann tatsächlich Menschen, die sowohl kochen, als auch gesunde Ernährung und Sport betreiben. Arbeiten diese Menschen auch? Irgendwas stimmt in meinem Zeitmanagement überhaupt nicht.
Nach 10 Stunden Arbeit habe ich wirklich keine Lust mehr, noch irgendeinen Hirsebrei mit trockenem Hähnchen zu kochen und das dann auch zu essen. Mag sein, dass man sich danach besser fühlt, war bei dem Obst heute genauso. Doch dauerhaft halte ich das nicht durch. Welche Alternativen außer gar nichts mehr essen, habe ich denn noch? Gut, ich neige zu Übertreibungen. "Wenn man nur will, schafft man alles."

Da fällt mir noch ein, dass ich bald anfangen muss, meine legendären Vorträge für den Sanitäts-Grundlehrgang machen muss. Darüber wird man noch in zig Jahren reden! Zumindest wünsche ich mir das. Natürlich kann ich das, aber ich möchte nicht nur gut sein, sondern perfekt. Wie immer. Blöder Perfektionismus. Das artet in Arbeit aus. Und davon habe ich so wenig.

Ich finde meinen Lebenslauf mittlerweile ganz interessant.
Als Sanitäter, kann ich Menschen in Notfall-Situationen helfen, als Arzthelferin erkenne ich Diagnosen und kann diverse Techniken zur Verbesserung des Gesundheitszustandes beitragen. Und als Pflegeassistentin komme ich auch mit älteren Patienten sehr gut klar und kann auf die Bedürfnisse eingehen. Für jeden Hypochonder bin ich somit der Jackpot. Das einzige, was noch fehlt, sind Erfahrungen aus dem Krankenhaus. Aber das kommt auch noch dazu. Wenn ich Zeit habe :-D




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