Mittwoch, 9. März 2016

Was zum...

Endlich eine Woche, die ich fast schon als Urlaub bezeichnen möchte. Die nächsten 1,5 Wochen habe ich keinen Nebenjob. Und sogar ein freies Wochenende mit meinem Sohn. Gut, da kann man das Wort "frei" auch anders deuten. Wir werden raus gehen und wandern und ein bisschen die Welt entdecken. Immerhin wünscht er sich ein Mikroskop, um Bakterien zu untersuchen. Ein völlig normaler Wunsch für einen 5jährigen. Aber mein Sohn ist eben anders und das ist gut so.

Weiter muss ich noch 4 Vorträge vorbereiten. Mir fällt es schwer, mein Wissen so zu verpacken, dass Anfänger es verstehen. Aber genau dafür gehe ich bald auf einen Ausbilder-Lehrgang. Sonst klappt mein Zeitmanagement ganz gut.
Wenn nur nicht die Nachbarn wären...

Oja, sie sind wieder da. Seit 1,5 Wochen. Und präsenter denn je. Am Wochenende hatten wir 4 Polizeieinsätze, seit Montag nur noch drei. Ein Ende ist nicht in Sicht. Gerne würde ich mich an Hartz-IV-TV wenden, so verzweifelt bin ich schon. Wir beginnen mit "Mitten im Leben". Da brauchen wir kein Drehbuch, das Kamerateam muss nur einige Tage bei uns im Hof campieren. Verbinden kann man das ganze mit "Auf Streife". Eine kleine Reportage bei "Stern-TV" über die Nachbarschaftshölle, ein kleines "Bild"-Interview (Titel "Nachbarschaftshölle - Familie zerstört", "Christopher Posch kämpft für ihr Recht" kann uns bei/vor Gericht helfen und zum Abschluss noch "Die Supernanny", weil mein Sohn das ganze auch nicht unbedingt so toll verkraftet. Da könnten wir aber noch gleich "Familien im Brennpunkt" mit einbeziehen. "Aktenzeichen XY ungelöst" kommt noch mit dazu, wenn ich meine gute Stube vergesse und zum Hulk werde. Oder schlimmer. Ich werde zu der, vor der Hulk Angst hat. "Zu Hause im Glück" wird für die Wohnung der Nachbarn benötigt, denn da ist nicht mehr viel so, wie es mal war. Wenn ich dann durch diese zahlreichen Auftritte im TV endlich zu einem H-Promi geworden bin, schaffe ich es auch zu "Taff". Von dort ist es nur ein kleiner Sprung an die Spitze der Promiwelt. Mir fällt gerade auf, dass ich nur gewinnen kann. Wunderbar. Bis dahin werde ich eben nachts/morgens mehrmals wach. Für die Karriere muss man Opfer bringen.

Neues zu 3 nE und seiner mysteriösen Allergie. Nachdem wir es nicht zu "Galileo Big Pictures Mystery" damit geschafft hatten, blieb mir nichts anderes übrig, als Dr.-House-mäßig nach einer Lösung zu suchen. Ich habe auch wirklich eine grandiose Idee, die Allerdings der Hausarzt von ihm etwas zerschmettert hat. Aber ich werde an dieser Idee festhalten. Bald ist der Termin in der Fachklinik. Dann sage ich denen schon, was getestet werden soll. Die Diagnose passt zu sämtlichen Symptomen, ist allerdings mittel-selten, weshalb die Hausärztin die Idee nicht so gut findet. Auch kostet die Blutuntersuchung darauf eine ganze Menge. Noch werde ich euch nicht sagen, was ich vermute. Falls die Diagnose stimmt, wird sie hier mit einem großen "Kawumm" einschlagen und ich werde mich als Ärztin für seltene Erkrankungen selbstständig machen.

Sonst ist nur mein Kopf mal wieder ein Problem. Gedanken, die nicht aufhören wollen, negative Selbstdarstellung, herunterspielen von Problemen, der Häkel-Wahn geht wieder los. Woran das liegt, weiß ich nicht. Den genauen Zeitpunkt oder den Auslöser kann ich nicht mal mehr bestimmen. Zum Glück bin ich morgen bei meiner Psychologen. Sie muss wieder reflektieren. Das kann so nicht weitergehen. Seitdem ich bei ihr bin, merke ich das auch. Als gutes Zeichen möchte ich das aber nicht deuten. Entweder ich verfalle in eine Arzt Abhängigkeit oder sie weicht mich so auf, dass ich ein Gefühlsmensch werde. Dabei bin ich so gerne ein Stein, der nichts an sich heranlässt! Ich will nicht anders sein, ich bin toll. Das Stein-Sein macht mich zur perfekten Arzthelferin/Pflegeassistentin/Sanitäterin. Ich lasse nichts an mich heran und im Gegenzug kann ich durch diese gigantische zwischenmenschliche Distanz so genial sein im Umgang mit Patienten.
Diese Selbsterkenntnis habe ich schon gewonnen durch die Therapie. Somit habe ich diese erfolgreich beendet.

(Anmerkung: Nein meine lieben Freunde, ich gehe dort weiter schön brav hin. Versprochen.)

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