Freitag, 26. August 2016

Urlaubswahnsinn

In jedem Urlaub nimmt man sich Dinge vor, die erledigt werden sollten/müssen. Bei mir waren es die Fenster und der Keller. 
Die Fenster hatte ich in meiner ersten Woche geputzt. Jetzt 2,5 Wochen später sind sie wieder dreckig. Es hat sich also gelohnt. 
Mein Keller wurde ausgemistet, allerdings steht der Müll noch drin. Zwar sortiert, aber immer noch im Keller! Die Fahrt zum Wertstoffhof konnte aus irgendeinem mir absolut unbekanntem Grund (mein Verlobter hatte keine Zeit) nicht stattfinden. 
Auch wollte ich mehr mit meiner Freundin und den Kindern unternehmen. Das hat in den fast 3 Wochen immerhin 1x funktioniert. In dieser Woche war ich zwei Tage "flachgelegen" wegen Kreislaufproblemen und Kopfschmerzen. 
Das einzige, was ich wirklich einigermaßen hinbekommen habe, war, Zeit mit meinem Sohn zu verbringe. Wir haben einige Ausflüge gemacht, waren wandern und das hat wirklich Spaß gemacht. 
Man sagt zwar, dass Urlaub erst ab 3 Wochen erholsam ist, aber um wirklich alles abzuarbeiten und meine ToDo-Liste leer zu bekommen, bräuchte ich noch einmal drei. 
Andererseits ist es gut, dass der Urlaub vorbei ist. (Lest bitte erst weiter, bevor ihr euch denkt "Die spinnt doch, wenn sie so etwas glaubt!" und einfach die Seite verlasst.)
Jeder Ausflug kostet Geld. Umsonst ist nur das allerwenigste. Zumindest Sprit für entferntere Ausflugsziele. Billiger als eine Urlaubsreise ist das nicht unbedingt. Dann hat Sohnemann auch Wünsche. Hier ein Eis, dort eine Kleinigkeit zum Spielen und ehe man es sich versieht, hat man für einen Tag 50€ weg. 
Selbst die eine Nacht, die wir am Zeltplatz verbracht haben, hat uns bisschen was gekostet. Knapp 20€ für die Übernachtung, dann noch Getränke, Grillfleisch, Frühstück. 
Natürlich kann und soll man sich auch einmal etwas gönnen. Aber wann ist Schluss? Nur zu Hause zu sitzen oder täglich am See, ist nicht unbedingt das, was ich mir unter Urlaub vorstelle. Abwechslung muss her. 

Ebenso muss ich auch wieder die Schlafenszeit meines Sohnes umstellen. Momentan schläft er ab ca 22:30 oder 23:00 Uhr bis morgens um 08:00. Nächste Woche geht der Kindergarten wieder los, das heißt um 07:30 aufstehen. Bin mal gespannt, wie das funktioniert. 

Mein Resümee:

Es müssen nicht unbedingt Freizeitparks oder große Unternehmungen sein. Wir waren wandern in der Fränkischen Schweiz, im Jura-Museum und Fossilien ausgraben. Das alles kostet nicht viel, macht aber Spaß. Mein Sohn konnte Felsen erklimmen, Höhlen erkunden und hat etwas gelernt. Er war aber auch zufrieden, wenn wir doch einen Tag zu Hause gebracht haben und einen Film gesehen haben. Nicht auf die Quantität (so viel zu machen, wie irgendwie geht), sondern auf die Qualität kommt es an. Ausgewählte Ausflüge, über die wir danach gesprochen haben. Auch wusste mein Sohn, was solche Unternehmungen kosten und wie lange ich dafür arbeiten muss. Die Freude, dann noch ein Eis zu bekommen, haben uns drei glücklich gemacht. Und nur darauf kommt es an. 

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